🧅 Es ist immer noch Zwiebel-Zeit 🌷
Es ist immer noch Zwiebel-Zeit
und BUNT geht immer
Ich hatte ja im letzten Newsletter von der Blumenzwiebel-Lasagne berichtet. Hier seht ihr meinen bepflanzten Topf, und ich hoffe sehr, dass sich nach und nach die einzelnen Lasagnezutaten zeigen! Ihr könnt durchaus auch kleinere Töpfe verwenden, da aber ein bisschen aufpassen, dass sie nicht zu starken Frost abbekommen. Mit der Bepflanzung im Topf könnt ihr übrigens auch noch im November oder Dezember loslegen, sofern es noch nicht dauerhaft frostig ist.
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Gestaffelte Blütezeit, dauerhafte Freude
Ich habe noch vergessen, euch von meinem besonderen Tipp zu berichten - das ist mir erst nach der Pflanzung eingefallen. Ich gebe alte Bettbezüge oder andere große Baumwoll-Stücke nicht zu den Altkleidern, sondern verwende sie als Trennschicht zwischen Blähton und Erde. Wichtig ist unbedingt, dass die Stoffqualität 100% Baumwolle sein muss. Der Stoff wird etwas größer als der Topfdurchmesser zurechtgeschnitten und auf die Schicht mit Blähton gelegt. Ich empfehle eine doppelte oder dreifache Lage, damit der Verrottungsprozess nicht schon nach wenigen Monaten den Stoff zersetzt. So dringen die Wurzeln nicht durch, Blähton und Erde bleiben getrennt und ich kann später viel komfortabler umtopfen oder Teile davon auch für neue Pflanzungen verwenden. Die Drainagefunktion bleibt trotzdem erhalten.
Pflegeleichte Schönheit
In unseren Breiten, mit diesen langen, trockenen und warmen Sommern, bin ich immer froh, wenn ich Stauden habe, die wenig Bewässerung benötigen. Bei mir hat sich seit Jahren das purpurblütige Leinkraut an genau den Stellen ausgebreitet, die eher schwierig waren. Das Leinkraut liebt sonnige Plätze und ist wenig anspruchsvoll, was den Boden anbelangt. Ihr könnt es jetzt während der letzten warmen Herbsttage noch aussäen.

Purpur-Leinkraut (Linaria purpurea) am 27.10.2026
Bei mir ist das Leinkraut von Juni bis Oktober ein Dauerblüher. Selbst in Pflanzkübeln, wo es oft zu trocken und warm wird, zeigt es echte Stärke. Es ist winterhart und versamt sich von selbst. Allerdings ist es giftig für Haustiere.
Wer seine Pflanzenauswahl streng nach "heimisch" oder "eingewandert" einteilt und die sogenannten Neophyten nicht bei sich haben möchte, sollte wissen, dass diese Sorte ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Da Pflanzen aber keine politischen Landesgrenzen kennen, sondern sich ausschließlich an Klimaverhältnisse anpassen, würde ich vermuten, dass in den nächsten Jahren ohnehin viele Pflanzen aus den wärmeren Regionen zu uns umsiedeln und sich hier wohlfühlen werden. Die entsprechenden Insekten werden folgen. Für mich gilt daher, Arten und Sorten aus den benachbarten wärmeren Regionen nicht kategorisch auszuschließen. Wer konsequent heimisch pflanzen möchte, dem sei das Echte Leinkraut (Linaria vulgaris) empfohlen. Allerdings hat man damit eine sehr konkurrenzstarke und ausläuferbildende Sorte im Garten, die man nur schwer eingrenzen kann.
Wintervorbereitung für die Mehrjährigen
Wenn das Wetter Frost bringt, aber die Pflanzenzellen noch zu viel Wasser enthalten, platzen die Zellen. Um diesen Schäden vorzubeugen, entwässern die Pflanzen ihre Zellen. Sie unterbinden den Saftstrom in die Blätter und ziehen Wasser von den oberen Bereichen nach unten. Einige Teile von Pflanzen verändern ihre Farbe, trocknen ab und werden dann abgeworfen. Wir erfreuen uns dann an den schönen bunten Blättern!
Für diese Prozesse brauchen die Pflanzen aber Zeit! Normalerweise orientieren sie sich für diesen Wandel an den veränderten Lichtverhältnissen und am Sonnenstand, aber vor allem an den sinkenden Temperaturen. Doch gerade die langen, warmen Herbstwochen können kritisch sein. Viele Pflanzen bleiben zu "mastig", und wenn dann der Temperaturabfall ganz plötzlich kommt, kann das Schäden verursachen.

Apfelbaum, gut vorbereitet für den Winter
Wie könnt Ihr diesen Prozess gut unterstützen?
Das homöopathische Kalium carbonicum C 30 ist ideal für eine Anwendung Ende Oktober! Warum?
- Es beeinflusst den osmotischen Druck in der Zellflüssigkeit.
- Es hilft, die Pflanzenzelle zu entwässern. So werden die Pflanzen angeregt, sich trotz wärmerer Temperaturen auf die kalte Zeit vorzubereiten.
Ihr dosiert 6 Globuli auf 10 Liter Wasser und gießt einmal den Wurzelbereich. Das war's schon! Bitte denkt beim Einkauf daran, dass ihr nur kleine Mengen benötigt, also am Besten Flachbodengläser à 1,3 bis 1,5 Gramm Inhalt.
Ich wünsche euch einen schönen und gesunden Herbst!
Herzliche Grüße
Cornelia